Heilende Bewegung. Das Prinzip Qi Gong

Heilende Bewegung. Das Prinzip Qi Gong

 

Wo die Schulmedizin an Ihre Grenzen stößt, vertrauen viele Westeuropäer auf alternative Heilmethoden aus China. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) umfasst neben Akupunktur und Kräuter-Behandlungen auch die seit Jahrtausenden bewährte Heilkunst des Qigong. Es beinhaltet mit seinem ganzheitlichen Ansatz gymnastische Elemente ebenso wie meditative Übungen und wird seit den Achtziger Jahren auch in Deutschland erfolgreich genutzt. Qigong hilft dem Einzelnen sich körperlich zu stärken, geistig gelassener und ausgeglichener zu werden und wird daher auch hierzulande vermehrt eingesetzt, um Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen und Zivilisationskrankheiten vorzubeugen.

Qigong wird in China schon seit Jahrtausenden praktiziert - zur Erhaltung der Gesundheit und zur
Unterstützung der Selbstheilung. Qi lässt sich mit Atem, Energie und Lebensenergie übersetzen,
Gong bedeutet Pflege, Übung und Arbeit. Nach der traditionellen Vorstellung der chinesischen
Weisheitslehre beinhalten alle Erscheinungen des Universums Yin und Yang. Diese beiden Pole sind
der Ursprung aller Energie, die sich nicht abstoßen, sondern zu einer vollkommenen Einheit ergänzen.
Yin und Yang sind überall enthalten und bringen alle denkbaren Gegensätze hervor: Mann und Frau,
Himmel und Erde, Tag und Nacht. Das östliche Denken wird geprägt von dieser Dualität, die Pole
brauchen sich und stehen in ständigem Austausch. Fließt dieser Austausch harmonisch, ist der
Mensch gesund. Entstehen Blockaden, entwickeln sich Missempfindungen, wird der Mensch krank.
Die Übungen des Qigong helfen, diesen Energiefluss positiv zu beeinflussen und steigern somit
Wohlbefinden und Gesundheit.

Die ersten Übungen entstanden vor Jahrtausenden in China.
Während der kommunistischen Revolution drohte die Heilkunst in Vergessenheit zu geraten.
Nachdem es ursprünglich in Klöstern und Adelsfamilien in abgeschlossenen Zirkeln praktiziert wurde,
entdeckte das Reich der Mitte Anfang der Achtziger Jahre Qigong als Heilkunst wieder. Schnell
eroberte es auch die westliche Welt. Heute ist Qigong zu einem festen Bestandteil der
Gesundheitsvorsorge vieler aktiver Menschen, jeden Alters, geworden.
Im Gegensatz zur westlichen Schulmedizin, die darauf ausgerichtet ist, Symptome zu kurieren, setzt
die Traditionelle Chinesische Medizin viel früher ein und versucht, durch Entspannungstechniken das
Entstehen von Krankheiten zu verhindern, indem der Energiefluss gefördert wird. So unterstützt
Qigong die körperliche und geistige Beweglichkeit und kann dadurch Heilungsprozesse positiv
begleiten. Nachgewiesen ist, dass sich viele Menschen mit Hilfe des Qigong deutlich besser fühlen.
Es ist kein Heilmittel, dass klassische Therapien ersetzen kann. Allerdings: Qigong kann viele
Methoden der Schulmedizin aktiv unterstützen. Sinnvoll ist Qigong vor allem aber auch gegen die
Zivilisationskrankheit Nummer 1: Stress. Klagen Patienten über Kopfschmerzen, Angstzustände oder
Depressionen, raten viele Schulmediziner zu alternativen Methoden wie Qigong. Schon nach kurzer
Zeit stellt sich bei vielen Praktizierenden eine deutliche Besserung ein. Die Wirkung ist medizinisch
nachweisbar, die Lebensqualität kann deutlich gesteigert werden.

Quellen:

(Quelle: Chinese Health Organisation)

Annette Züllich-Suhr

24116 Kiel

Autorenlink: http://www.taovitalis.de

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