Tai Chi Chuan
Das Becken und der einbeinige Stand bzw. die einbeinige Übergangsbewegung in der Taiji Form
Die Struktur des einbeinigen Standes unter Berücksichtigung eines
möglichst guten Yin Yang Wechsels zwischen Links und Rechts in Bezug
auf das Becken und den Torso
Der einbeinige Zustand ist ein relativ häufiger in der Taiji Form. Nicht nur in den Positionen in denen offensichtlich nur ein Bein das tragende ist, wie beispielsweise in den Kicks, sondern auch in vielen anderen Positionen, wie dem Kniestreifen dem öffnen in die Peitsche etc. finden sich derartige einbeinige Zustände.
Abgesehen von den Kick Positionen, in denen die Stabilisierung des Beckens direkt mit der Aktivierung des Kicks zu tun hat, und die Yin Yang Aufteilung zwischen linkem und rechtem Bein sowieso eine andere ist, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten das Becken auf der „frei schwebenden“ Seite zu stabilisieren, damit es weiterhin wagrecht zum Boden bleibt.
Im Wesentlichen gibt es zwei Möglichkeiten das Becken in der...
weiterlesen
Das Flow-Erleben im Tai Chi Chuan
Das Flow-Erleben im Tai Chi Chuan
Tai Chi Chuan wird oft als Meditation in der Bewegung bezeichnet. Mit diesem Merkmal, der Gleichzeitigkeit von körperlicher Handlung und dem Erreichen eines meditativen Bewusstseinszustandes ist Tai Chi Chuan berühmt geworden. Diese Verschmelzung von innerer Ruhe und äußerer Bewegung führt zu einem speziellen Empfinden. Man ist ganz im hier und jetzt, hochgradig konzentriert. Alle Sorgen des Alltags sind vergessen und man fühlt sich einfach gut. Der eigene Körper, die Atmung und die Wechsel der Bewegungen werden wahrgenommen, ohne dass man sich darauf konzentriert. Ein inneres Erleben dieser Art beoachtete Mihaly Csikszentmihalyi auch bei Menschen, die ganz allgemein einer künstlerische Tätigkeit nachgingen. Er benannte diese Zustand als Flow-Erleben und versuchte ihn nachfolgenden Untersuchen näher zu bestimmen.
Erste Ergebnisse seiner...
weiterlesen
Diagramm der drei Kräfte (San-Cai)
Diagramm der drei Kräfte (San-Cai)
In den alten Zeiten, erstellten die Weisen eine vollständige Liste über Vorschriften von dem, was richtig und wichtig für die vollständige Entwicklung der Natur unter freiem Himmel ist. Diese Vorschriften bildeten die Grundlage zur Unterscheidung der Dinge nach ihren natürlichen Eigenschaften und nach Gut und Böse. Mit Natur meinten sie die Natur des Menschen und die Dinge welche die Natur (alles unterm freien Himmel) dem Menschen zur Verfügung stellt. Von der Natur zur Verfügung gestellt meint den natürlichen Weg wie die Natur selber alles für sich arrangiert (auf einander abgestimmt regelt) auf ihre Art im Gleichgewicht hält.
Daher sagen wir, dass die...
weiterlesen
Die Atmung
ist ein wichtiger Bestandteil der inneren Künste Tai Chi Chuan, Qi Gong
Folgende Methoden der Atmung finden ihre Anwendung und sensibilisieren unseren Gedanken und Geist.
Die ruhige Atmung :
bei dieser Atemmethode ist unser Körper ruhig und einem natürlichen entspannten Zustand. Die Atmung ist die normale Lungenatmung (erst bei der nächsten Methode soll die Atmung im Unterbauch erfolgen). Der Mund ist geschlossen, die Zunge liegt hinter der oberen Zahnreihe am Gaumen an. Beim Einatmen werden die Gedanken und der Geist auf das mittlere energetische Zentrum dan tien (im Körperinneren drei Fingerbreit unterhalb vom Bauchnabel) gelenkt. Nach einer kurzen Pause erfolgt das Ausatmen in gleicher ruhiger, weicher Art und Weise. Zusätzlich besteht die Möglichkeit die...
weiterlesen
Evolution und Tradition der Chen Familie
Chen Peishan
20. Generation der Chen Familie lernte seit seiner Kindheit Taijiquan von seinem Vater Chen Lixian und dessen Schwester Chen Liqing. Seit 1988 lebt er in Tokyo und ist dort als Ingenieur tätig. Er ist Chairman der Japan Chen Family Taijiquan Association und arbeitet an einer weltweiten Organisation die den kleinen Rahmen der Öffentlichkeit zugänglich machen soll.
Dietmar Stubenbaum Ausbildungsleiter vom Lehrinstitut "Die Pagode" mit Sitz in Friedrichshafen lernte sein Taijiquan Dajia und Xiaojia von Tu Tzongren und Großmeister Du Yuzhi in Taiwan. Seit jüngerer Zeit ist er Schüler von Chen Peishan. Chen Peishan informiert über die wichtigen Merkmale im traditionellen Taijiquan : Basierend auf den Überlieferungen meiner Familie und persönlicher Forschung können wir das traditionelle Taijiquan wie folgend beschrieben unterteilen.
Die drei essentiellen Grundlagen (San Yao Su) werden...
Tai Chi und Gesundheit
Wer Tai Chi übt, wird stark wie ein Holzfäller, geschmeidig wie ein kleines Kind und gelassen wie ein Weiser“.
Chinesisches Sprichwort
Gesundheit wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als harmonisches Gleichgewicht aller Kräfte verstanden. Krankheiten entstehen durch eine Störung der Harmonie und der im Körper zirkulierenden Lebensenergie. Im alten China galt ein Arzt als schlechter Arzt, wenn seine Patienten krank wurden. Seine Aufgabe war es, den Energiehaushalt im Körper seines Patienten in Balance zu halten oder energetische Disharmonien auszugleichen, um Krankheiten vorzubeugen. Mit Ratschlägen zur Ernährung, mit Kräuter- und Tee-mischungen, mit gezielten...
weiterlesen
Taiji Quan-Form als Werkzeug
zum Entwickeln der äußeren und inneren Struktur und Kräfte
Taiji Quan, eine alte chinesische Kampfkunst, hat sich in den letzten Jahren weltweit verbreitet und etabliert. Millionen Menschen wissen „was“ sie üben, aber nur wenige erreichen ein praktisches Verständnis von Taiji Quan und wissen „wie“ sie üben sollten.
Zum einen liegt es sicherlich daran, dass die meisten Menschen persönliche Hindernisse mitbringen, die ein in die Essenz des Taiji Quan Eintauchen, verhindern. Diese Hindernisse resultieren aus dem mentalen, emotionalen und körperlichen Begebenheiten, welche jeder Mensch mit sich bringt.
Um diese Hindernisse besser verstehen zu können, müssen wir die Situation des modernen Menschen besser verstehen. Der Zeit- und Erfolgsdruck steigt stetig an, wir stehen unter Stress. Diesen verstärken wir mit „Multitasking“, dass heißt, zur gleichen Zeit beschäftigen wir uns mit...
weiterlesen
Taijiquan und traditionelle chinesische Medizin
von Gerhard Milbrat
Bei uns richtig bekannt geworden ist das Tai Ji Quan (TJQ) als eine der Gesundheit und Lebenspflege dienliche Übungsmethode, mit der wir die Voraussetzungen für ein gesundes und vitales Leben schaffen können. Weltweit widmen sich mittlerweile Millionen von Menschen dem TJQ aus den unterschiedlichsten gesundheitlichen Hintergründen heraus. Die Palette der Erkrankungen und Störungen, bei denen TJQ hilfreich ist, reicht von Erkrankungen des Halte-Stützapparates über Herz-Kreislauferkrankungen, Erkrankungen der Atmungsorgane bis Verdauungsstörungen, Immunschwäche und streßbezogenen Störungen. Mit guten Ergebnissen wird TJQ in Rehabilitationskliniken eingesetzt. Bücher können gefüllt werden mit Verlaufsberichten, Fallbeispielen und Erfahrungsberichten. Immer mehr wird TJQ und dessen medizinische Wirkungen wissenschaftlich...
weiterlesen
Techniken, Prinzipien und Anwendung des Chen Stil-Schwertes
Der historische Ursprung der Chen Taiji-Schwertkunst ist bis heute umstritten. Wir dürfen aber davon ausgehen, dass die Prinzipien des Taiji Quan für das Taiji Schwert bereits präzise und perfekte Voraussetzungen geschaffen haben. Es heißt, dass jeder der heutigen Taiji Schwertstile auf einen von 3 Schwertformtypen zurückgeführt werden kann (Xuan Hua-Schwertform, Sancai-Schwerform, Qian Kun Schwertform). Die Forschung, welche zu diesem Ergebnis führte, gilt jedoch auch als ziemlich unspezifisch und umstritten.
Das Ming-Zeit-Schwert
Sehr wahrscheinlich ist aber, das die Grundtechniken des Chen Taiji Schwert sich vom Ming Zeit-Schwert (1368-1644) ableiteten.
Das Ming Zeit-Schwert arbeitete mit der 4 Prinzipien-Methode. Die 4 Originalen Schwerttechniken...
weiterlesen
Traditionelle Schüler und Lehrer Beziehung
Die Regeln der traditionellen chinesischen Kampfkunstetikette stehen
für Aufmerksamkeit, Bescheidenheit, Geduld, Respekt und Höflichkeit.
Gegrüßt wird mit der Geste des Willkommens, Dankbarkeit und Ehrfurcht.Die rechte Hand ist "e;all Zeit bereit"e; zur Faust geballt und die offene linke Handfläche umschließt diese friedlich, kontrollierend gemäß dem ausgleichenden Prinzip von Yin und Yang. Traditionell werden die Schüler nach Eigenschaften ausgewählt wie:
offener Geist, Hilfsbereitschaft gegenüber Schwächeren, Lernwillen, Toleranz, Friedfertigkeit und Folgsamkeit.
Die Bereitschaft sich der fremden Kultur zu öffnen wird erwartet. Der Meister oder Lehrer ist kein...
weiterlesen
Warum fühlt sich das Kniestreifen auf der zweiten Seite nur so seltsam an?
Eine kleine Übersicht wie die Übungen in der Form wirken.
Die Rede, oder besser die Frage stammt aus einem Taiji Kurs, in dem die Yang Cheng Fu Form unterrichtet wird.
Die Antworten auf diese mehr als berechtigte Frage, sind so einfach wie auch andererseits umfangreich und bedeutsam für das richtige Verständnis der Form und deren Auswirkungen, sofern man ein wenig den Hintergrund dieser traditionellen Taiji Form ein wenig beleuchtet.
Das traditionelle Yang Stil Taiji Quan, dessen geschichtlich gesehen jüngste Form, die noch alle inneren Aspekte...
Warum Vögel nicht von der Stange fallen
Die Bedeutung der Hüften für Gleichgewicht und Gesundheit
Wir Taiji Quan Praktizierenden leben doch in einer spannenden Zeit. Einerseits kommt immer mehr Know How über Taiji Quan in unser Land, zum anderen gibt es Erkenntnisse und Theorien, die auch fürs Taiji Quan interessant sind, seitens moderner Wissenschaft. Da wird um das Bauchhirn diskutiert, da man auf den Darmwänden mehr Nervenverbindungen als im gesamten Rückenmark festgestellt hat. Die Biophotonenforschung von Prof. Popp beleuchtet die Lebensenergie. Der US-Physiologe Guang-Yue vom Lerner Research Institut Cleveland hat nachgewiesen, dass Muskeln sich allein mit der Kraft des Geistes kräftigen lassen. Bei einem Test mussten sich mehrere Probanden in Gedanken regelmäßig darauf konzentrieren, wie es wäre, wenn sie bestimmte Muskelpartien ihres Körpers...
weiterlesen
Zhan Zhuang
Der Weg der Stehenden Säule
Stehen wie ein Baum, den Ball halten oder die Stehende Säule sind Benennungen einer Übung aus dem System des Zhan Zhuang, die schamanistischen und magischen Ursprungs zu sein scheint. Der Ursprung dieser Qi Gong-Methode liegt weit zurück in der Geschichte Chinas. Es gibt Hinweise auf diese Stehmeditation im Dao De Jing (dem grundlegenden daoistischen Werk, welches Laozi (ca. 600 v. Chr.) zugeschrieben wird). Laut Dao De Jing heisst es: „Alleine stehst du, unwandelbar und nimmst alle Geheimnisse wahr, gegenwärtig in jedem Augenblick und im unendlichen Fließen: Dies ist das Tor zu unbeschreiblichen Wundern“, im Buch des Gelben Kaisers (ca. 200-100 v. Chr.), dem Huangdineijing heisst es im Gespräch des Kaisers mit seinem...
weiterlesen

